
Stücke
Biedermann und die Brandstifter
Ensemble
© SFF Fotodesign
Biedermann und die Brandstifter
Ein Lehrstück ohne Lehre von Max Frisch
Biedermann weiß, dass die Welt voller Brandstifter ist. Er erkennt sie sogar. Aber er unterdrückt seine Erkenntnis, bis es zu spät ist und auch das eigene Haus brennt. Zunächst nimmt Biedermann die Brandstifter Schmitz und Eisenring in sein Haus auf. Er gewöhnt sich an sie, will mit ihnen Freundschaft schließen. Die Brandstifter geben sich alle Mühe, ihn von ihrer Gefährlichkeit zu überzeugen, doch er glaubt ihnen nicht, weil er an Brandstifter einfach nicht glauben will. Schließlich überreicht er ihnen noch die Streichhölzer mit der beschwichtigenden Bemerkung: "Wenn die wirkliche Brandstifter wären, du meinst, die hätten keine Streichhölzer?" Aber schon detonieren die Gasometer in der Stadt.
Frisch benutzt die Form einer antiken Schicksalstragödie, um davon zu überzeugen, dass vieles, was mit einem Schicksalsbegriff von antiker Unentrinnbarkeit entschuldigt wird, eben kein "Schicksal" ist, sondern "Unfug, menschlicher, allzu menschlicher". Sein Chor besteht aus grotesken Feuerwehrmännern, die, wie der antike Chor, immer alles besser wissen und trotzdem zum Helfen stets zu spät kommen. "Was nämlich jeder voraussieht, lange genug, dennoch geschieht es am End': Blödsinn, der nimmerzulöschende, jetzt Schicksal genannt."
Termin
Stadttheater Fürth 13. Juni 2007
Königstraße 116 19.30 Uhr
Kasse: 0911-974 2400 großes Haus
Inszenierung: Klaus Tews
Bühne: Thomas Mogendorf
Kostüme: Kathrin Kleeberg
Dramaturgie: Thomas Schindler
mit Jan-Hinnerk Arnke, Jörn Bregenzer, Regula Fischbach, Ralf Hocke, Peter Kampschulte, Angelika Koppmann, Jan Henning Kraus, Julia Kunze
(über Ticket Online
)
