
Stücke
Leonce und Lena
Jürgen Brunner, Olivia Sue Dornemann
© Ingrid Rose
Leonce und Lena
Lustspiel von Georg Büchner
"O, wer einmal jemand anders sein könnte! Nur 'ne Minute lang."
König Peter vom Reiche Popo möchte die Rolle des Herrschers ablegen, um sich im vollen Maße dem Denken widmen zu können. Zu diesem Zwecke soll sein Sohn Leonce mit der ihm unbekannten Prinzessin Lena vom Reiche Pipi verheiratet werden und den Thron besteigen. Der Prinz, Träumer, Idealist und Philosoph der Langeweile, macht sich indes gemeinsam mit seinem Freund Valerio auf den Weg, um der Monotonie des Alltags und der ihm zugedachten Aufgabe zu entkommen. Auf der Reise trifft er auf die ebenfalls entflohene Prinzessin und verliebt sich in die unbekannte Schöne. Sie, so scheint es, ist die Erfüllung all seiner Sehnsüchte und damit das Ziel seines unbestimmten Suchens nach sich selbst und dem wahren Fühlen.
In seinem 1836 entstandenen Lustspiel beschreibt Büchner die Sehnsucht nach authentischem Erleben fernab gesellschaftlicher Zwänge und alltäglicher Eintönigkeit. In tragikomischen Bildern wird gezeigt, wie der Königsweg der Selbstfindung in einem Kreisverkehr mündet, der umgeben ist von "Brennspiegeln, klassischen Leibern und einer commoden Religion".
"Leonce und Lena" ist die Abschlussarbeit der Regiestudentin Nora Bussenius (Bühne: Saskia Glave) und der Beginn einer spannenden Kooperation des E.T.A.-Hoffmann-Theaters Bamberg mit der in München ansässigen Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Termin
Kulturforum Fürth 18. Juni 2007
Würzburger Straße 2 20.00 Uhr
Kasse: 0911-974 2400 große Halle
Inszenierung: Nora Bussenius
Bühne: Saskia Glave
Kostüme: Kathrin Younes
Dramaturgie: Ute Gröbel, Nicole Schneiderbauer
mit
Jürgen Brunner, Olivia Sue Dornemann, Andreas Haun, Iris Hochberger, Michael Sattler, Uwe Schmieder, Dirk Schülke
(über Ticket Online
)

