
Stücke
Der Weltmeister
Der Weltmeister
Ein Theaterstück zu Adolf Hitler
von Herbert Achternbusch
"Weltmeistersüchtig wie sie sind, erkennen die Deutschen die wahre Sachlage nicht, in der sich ihre Seelen befinden: sie haben Adolf Hitler über alles geliebt und kennen die Liebe nicht mehr."
(Vorwort zum Stück)
Der greise, inkontinente Hitler zu Gast in einer bayerischen Familie! Luise, eine große Verehrerin, empfängt ihn mit Respekt. Oma übernimmt pragmatisch die Bewirtung. Nur der verstorbene Sohn Herbert fehlt etwas. Immerhin: Der Führer sinniert über vergangene Taten und kommt zu dem Ergebnis, eine Auswanderung nach Israel mit der Geliebten sei genau das Richtige! Bierbichler und Annamirl stoßen hinzu. Denen kommt der Hitler genau richtig: Die Runde streitet, schimpft, flucht - und unterhält sich gepflegt über Kunst und Alpenveilchen. Nur die Atombombe kann das Bild erschüttern.
Achternbuschs Groteske spielt im doppelten Sinn mit deutscher Familiengeschichte: Die Zankereien der Figuren entlehnen sich real existierender Familienbanden. Die Schwester Annamirl des Schauspielers Josef Bierbichler war mit dem Autor Herbert Achternbusch liiert.
Herbert Achternbusch, geboren 1938 in München, wuchs bei seiner Großmutter im Bayerischen Wald auf. Er ist Maler, Autor und Filmemacher. Für sein Stück "Der Stiefel und sein Socken", erhielt Achternbusch 1994 zum zweiten Mal den Mülheimer
Dramatikerpreis; sein Film "Hades" wurde für den offiziellen Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele 1995 ausgewählt.
Termin
Kulturforum Fürth 13. Juni 2007
Würzburger Straße 2 20.00 Uhr
Kasse: 0911-974 2400 große Halle
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Dramaturgen Christian Mayer und Mitgliedern des Ensembles statt.
Deutsche Erstaufführung
Inszenierung: Gunther Möllmann
Ausstattung: Hans Salomon
Dramaturgie: Christian Mayer
mit Peter Fischbach, Elga Mangold, Jens Müller-Rastede, Dagmar Poppy, Thomas Stang
(über Ticket Online
)
