Kopenhagen

Eberhard Peiker, Oliver Bode, Gabriele Fischer

© Lioba Schöneck

Kopenhagen

Schauspiel von Michael Frayn

 

Im September 1941 nahm der deutsche Physiker Werner Heisenberg an einer Konferenz im von den Deutschen besetzten Kopenhagen teil. Dabei nutzte er die Gelegenheit, seinen langjährigen Mentor, Freund und Kollegen Niels Bohr zu besuchen. Diese private Begegnung führte zu einem Streit zwischen beiden, der auch nach dem Krieg nicht beigelegt werden konnte. Wodurch der Konflikt ausgelöst wurde, konnte bis heute nicht präzise geklärt werden. Sicherlich ging es um die Atomforschung und deren mögliche Konsequenzen für den Kriegsverlauf. Vielleicht war dieses Gespräch ein Versuch Heisenbergs, Bohr zur Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Deutschland zu überreden, vielleicht wollte Heisenberg aber auch herausfinden, wie weit die Alliierten in der Erforschung der Atombombe vorangeschritten waren. Vielleicht wollte er einen internationalen Pakt der Physiker zu einem Atomforschungsstopp initiieren. War Heisenberg gekommen, um dem  Halbjuden Bohr zur Flucht zu verhelfen? Oder wollte er einfach nur mit seinen Forschungen prahlen?

"Kopenhagen" spielt mehrere mögliche Szenarien dieser brisanten Begegnung fiktiv durch. Frayn führt Bohrs Frau Margrethe als katalysierende Figur ein und überträgt Annahmen und Konzepte der Quantenmechanik, an deren Entwicklung Heisenberg entscheidend beteiligt war, auf die Bühne und wirft so die Frage nach der Wahrscheinlichkeit oder vielmehr nach der Unausweichlichkeit verschiedener Interpretationen eines Ereignisses auf.

Termin

Kulturforum Fürth                                                   11. Juni 2007

Würzburger Straße 2                                             20.00 Uhr

Kasse: 0911-974 2400                                          große Halle

2 Stunden 15 Minuten, eine Pause

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Dramaturgen Christoph Maier-Gehring und Mitgliedern des Ensembles statt.

"Kopenhagen", präsentiert von:

Theater Augsburg

Inszenierung: Axel Krauße

Ausstattung: Odilia Baldszun

Dramaturgie: Christoph Maier-Gehring

Licht: Uli Högg

mit Oliver Bode, Gabriele Fischer, Eberhard Peiker

Kartenbestellung
(über Ticket Online )